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"Wichtige Pflegeeinrichtung"


Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml besucht die SeniVita Kinderarche in Hirschaid

In der SeniVita Kinderarche St. Christophorus in Hirschaid finden schwerstpflegebedürftige, mehrfachbehinderte Kinder und Jugendliche ein Zuhause.
Bei ihrem Besuch am Mittwochabend würdigte die bayerische Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml die Arbeit in der heilpädagogisch-therapeutischen Einrichtung.

Es war ein besonderer Tag für die derzeit 14 jungen Bewohner und die Mitarbeiter in der SeniVita Kinderarche St. Christophorus: Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml hatte ihren Besuch angekündigt. Die Ministerin informierte sich persönlich über die Arbeit vor Ort und die speziellen Herausforderungen der Mitarbeiter in der Kinderarche. Dabei hob Huml die Bedeutung der Kinderarche für die wohnortnahe Versorgung schwerstpflegebedürftiger Kinder und Jugendlicher im Landkreis Bamberg hervor.

Dr. Dr. phil. Horst Wiesent von der SeniVita Sozial gGmbH, Träger der Einrichtung, erläuterte kurz die Geschichte der Kinderarche, die von SeniVita 1999 nach einer Insolvenz übernommen wurde. "Wir sind sehr stolz auf diese besondere Einrichtung", unterstrich Wiesent: "Es gibt bundesweit kaum etwas Vergleichbares."

In der Kinderarche werden junge Menschen vom Säuglingsalter bis zum 21. Lebensjahr betreut. Die Bewohner leiden u.a. an Stoffwechselerkrankungen, sind aufgrund Sauerstoffunterversorgung bei der Geburt, Unfälle oder Erkrankungen im Säuglingsalter schwerstbehindert und müssen in vielen Fällen dauernd oder teilweise beatmet werden.

Heilpädagogisch-therapeutisches Konzept Beate Neumeister, Leiterin der Kinderarche und Dr. Elmar Schmid, einer der betreuenden Kinderärzte in Hirschaid, informierten in einem kurzen Vortrag über die intensive Pflege, die bei den Kindern und Jugendlichen geleistet werden muss und über das besondere heilpädagogischtherapeutische Konzept der Einrichtung. Die speziell ausgebildeten Pflegekräfte arbeiten dabei intensiv mit Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden zusammen. Besondere Therapien, etwa die Musiktherapie, könnten nur mit Spendengeldern finanziert werden.

Bei ihrem Rundgang durch die Einrichtung wurde die Ministerin vom Aufsichtsratsvorsitzenden der SeniVita Sozial gGmbH und Mitglied des Bundestags Hartmut Koschyk und dem Hirschaider Bürgermeister Klaus Homann begleitet. Melanie Huml zeigte sich beeindruckt von der Arbeit, die in der Kinderarche geleistet wird: "In ruhiger Atmosphäre erfahren die Kinder und Jugendlichen hier professionelle Intensivpflege, medizinische Versorgung, therapeutische Maßnahmen sowie pädagogische Förderung." Die Betreuung durch das speziell ausgebildete Personal greife vor allem dann, wenn die Kinder zu Hause nicht mehr gepflegt werden können oder von einer Intensivstation verlegt werden müssen.

Es fehlen Fachkräfte

Fachkräftemangel, steigende Anforderungen an die Pflege ohne Angleichung des Pflegeschlüssels - in der anschließenden Gesprächsrunde nutzten die Mitarbeiter die Gelegenheit, die Ministerin auf aktuelle Probleme aufmerksam zu machen. So könnten in der Kinderarche eigentlich 17 statt aktuell 14 Kinder und Jugendliche versorgt werden. "Wir mussten in den vergangenen Jahren immer wieder auch Anfragen ablehnen, weil nicht ausreichend Pflegekräfte zur Verfügung stehen", so die Leiterin Beate Neumeister. Und das, obwohl SeniVita als einer der ersten privaten Pflegedienstleister in Deutschland Haustarif in Anlehnung an den TVöD zahlt.


Die Leiterin der SeniVita Kinderarche St. Christophorus, Beate Neumeister (ganz rechts), führte Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml (links), den Aufsichtsratsvorsitzenden der SeniVita Sozial gGmbH und Mitglied des Bundestags Hartmut Koschyk sowie den Hirschaider Bürgermeister Klaus Homann (hinter Hartmut Koschyk) durch die Einrichtung.

Foto: Claudia Bachmann


Klaus Homann, Bürgermeister von Hirschaid, erläutert Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml die Neubaupläne für die Kinderarche in Hirschaid. Erste Reihe von rechts nach links: Dr. Dr. phil. Horst Wiesent von der SeniVita Sozial gGmbH, Träger der Einrichtung, Melanie Huml, Aufsichtsratsvorsitzender der SeniVita Sozial gGmbH und Mitglied des Bundestags Hartmut Koschyk und Klaus Homann (ganz rechts).

Foto: Claudia Bachmann



23.01.2017

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